Große rote Femme Fatale
jungen Herzen branntest du dich ein:
Rot wie Blut wehte deine Fahne,
Rot wie Feuer, rot wie schwarzer Wein.
Glühend, frei und voller guter Hoffnung
tanztest du dein wildes Hochzeitsfest
auf dem Boden des 20. Jahrhunderts:
Beiseite ihr Herren! Flieh Kapitalist!
Manches Volk lag bebend dir im Arme,
Manche Schlacht ward heiß um dich geführt.
Funke, Funke, ach wann springst du über?
Verdammte dieser Erde, was schlaft ihr ungestört?
Ach, so viele haben dich begehret,
Ach, so viele scheuten nicht den Tod:
Väter, Mütter, Söhne und Töchter -
Blut- nur Blut-, und noch kein Morgenrot...
Wehe, deine eigenen Kinder:
Im Kleinen wie im Großen Mao und Stalin
schändeten an der Seite des Feindes
deinen Namen, deinen Sinn.
Heute bist du nahezu vergessen,
Deinen Feinden gehört wie je die Welt.
Ach, sie reiten, als wären sie besessen,
alles zu Schanden für Macht und kurzes Geld.
Wollten doch die Schwachen aufbegehren,
wolltest doch im Grabe du dich drehn...
Ach, kehr wieder und lecke, rote Flamme,
lass Hoffnung und Mut aus Asche auferstehn!
Große Rote Femme Fatale
jungen Herzen brenn' erneut dich ein!
Rot wie Blut wehe wieder deine Fahne,
Rot wie Feuer, rot wie schwarzer Wein!
(zu singen auf das russ. Volkslied "Katjuscha")
Femme Fatale von Jens Wirsching steht im Netz seit dem 23. März 2009 unter der freien Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
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