Wenn man zwei Stunden, Mittagshitze, Wasser alle, Kassette dreimal umgedreht, an einer staubigen Landstraße steht, irgendwo mitten in Frankreich, wo man nicht hingehört und nicht wegkommt, wenn man über achthundert Autofahrern in ihre Scheißsonnenbrillen gestarrt hat, um dahinter irgendeine Menschlichkeit in Bewegung zu setzen, wenn man die erste halbe Stunde im totalen Glück geschwebt hat, weil das absolute Nichts, in dem man steht, gleichbedeutend mit der absoluten Freiheit ist, wenn man danach eineinhalb Stunden versucht hat, sich mit dem Gedanken zu arrangieren, dass Freiheit, getrocknete Scheiße mit Taschentüchern, leere Bierdosen und die Überreste von geplatzten Reifen ein graugrünes Amalgam bilden, das man so zu akzeptieren hat, wie es ist, wenn sich dann nicht langsam jemand erbarmt und gottverdammtnochmal anhält, dann - ja dann kommt der Weltschmerz.
Angel und Yve von Jens Wirsching steht im Netz seit dem 25. März 2009 unter der freien Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
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